Die BBS Wilhelmshaven plant für den Sommer 2020 die Einführung des Bildungsganges "Kaufmann/-frau im E-Commerce". Notwendig hierfür ist eine bestimmte Zahl an Schülerinnen und Schülern, um eine Berufsschulklasse zu bilden.

Betriebe, die planen in Zukunft Kaufleute im E-Commerce auszubilden, werden gebeten, sich zeitnah mit der BBS Wilhelmshaven in Verbindung zu setzen. Wir informieren Sie gerne ausführlich über den Bildungsgang und die notwendigen Voraussetzungen.

Die Schulleiterin Frau Schnitger und die Abteilungsleiter Astrid Strack und Detlef Reuter stehen für Gespräche gerne zur Verfügung.


Louissa - Ausbildung zur Kauffrau im E-Commerce


Kaufmann/-frau im E-Commerce (in Vorbereitung)

 

Was machen Kaufleute im E-Commerce?

Online-Shops aufbauen: Die Auswahl des richtigen Sortiments ist eine der wichtigsten Aufgaben des Kaufmanns im E-Commerce. Er muss genau abwägen, welche Produkte bei den Kunden gut ankommen – dafür muss er die Zielgruppe immer im Blick haben und die neusten Trends kennen. Beim Aufbau eines Online-Shops müssen viele Entscheidungen getroffen werden: Welche Shop-Software will man verwenden? Wie und wo werden die Waren gelagert? Wie findet der Versand statt? Kaufleute im E-Commerce wissen, was es online und offline zu beachten gibt.

Produkte einpflegen: Für den Kaufmann oder die Kauffrau im E-Commerce gehört es auch zu den Aufgaben, neue Produkte in den Online-Shop einzupflegen. Hierfür wird ein neues Produkt angelegt, die erstellten Bilder und Texte hochgeladen und der Preis festgelegt.

Kennzahlen analysieren: In Online-Shops müssen Werbemaßnahmen angepasst, Bilder ausgetauscht oder Strategien verändert werden. Welche das sind, entscheidet der Kaufmann im E-Commerce anhand seiner Analysen. Dabei kennt er sich gut mit den wichtigsten Kennzahlen im Online-Marketing aus. Sein Ziel: Kaufabbrüche und Retouren minimieren, die technischen Probleme des Shops beheben und entsprechende Lösungen entwickeln.

Rechnungen bearbeiten: Für Kaufleute im E-Commerce gehören auch klassische kaufmännische Aufgaben, wie die Buchführung, zum Arbeitsalltag. Das Erstellen von Eingangs- und Ausgangsrechnungen, das Schreiben von Angeboten oder das Überprüfen der Geschäftskonten sind ebenfalls Teil des Aufgabenspektrums.

Marketing-Maßnahmen entwickeln: Gemeinsam mit dem Online-Marketing erstellen Kaufleute im E-Commerce Werbeanzeigen und platzieren sie dort, wo sie von der Zielgruppe des jeweiligen Shops gesehen – und im besten Fall auch geklickt ­– werden.

Kundenkontakt pflegen: Digitale Einkaufskanäle schließen den Kundenkontakt im Job nicht aus. Genau wie im stationären Handel, hat ein Kaufmann im E-Commerce Kontakt zu seinen Kunden – nur eben online oder am Telefon. Er berät sie bei Problemen zum Bestellvorgang, der Retournierung oder bei Reklamationen.

Warum sollte man Kaufmann im E-Commerce werden?

Kaufmann im E-Commerce ist ein Beruf mit Zukunft, denn der Online-Handel boomt. Auf die kaufmännischen Aspekte dieser Branche ist der Kaufmann im E-Commerce genau ausgelegt: die erfolgreiche Betreuung und Verwaltung von verschiedenen Shops im elektronischen Handel, wobei der Fokus auf Vermarktung und Vertrieb liegt. In vielen verschiedenen Unternehmens- und Produktbereichen wird es eine große Nachfrage nach Kaufleuten im E-Commerce geben.

Wo kann ich als Kaufmann/-frau im E-Commerce arbeiten?

Als Kaufmann/-frau im Bereich E-Commerce kann man überall dort arbeiten, wo der Fokus auf dem Online-Handel liegt. Das können zum Beispiel Multichannel-Händler sein, also Unternehmen, die ihre Produkte sowohl online als auch im Geschäft verkaufen, aber auch reine Online-Händler.

 

Wie sind die Arbeitszeiten als Kaufmann im E-Commerce?

Die Arbeitszeiten als Kaufmann im E-Commerce können von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Zusätzlich kann die Branche, in der du arbeitest, deine Arbeitszeiten beeinflussen. Wenn du zum Beispiel in der Modebranche arbeitest und bald eine neue Kollektion erscheinen soll, können auch schon einmal längere Tage anstehen. Grundsätzlich kann man sich als Kaufmann im Bereich E-Commerce aber auf die üblichen Büroarbeitszeiten einstellen, das heißt zum Beispiel von 9 Uhr bis 17 Uhr.

Welche Arbeitskleidung tragen Kaufleute im E-Commerce?

Welche Kleidung man als Kaufmann im E-Commerce trägt, hängt ganz von dem Unternehmen ab, in dem man arbeitet. Meist ist aber bequeme und ordentliche Bürokleidung, also der Business Casual-Look, vollkommen in Ordnung.

Was muss ich für ein Typ sein, um Kaufmann im E-Commerce zu werden?

Zahlengenie: Kalkulationen erstellen, Rechnungen schreiben, Buchführung erledigen – bei der Arbeit als Kaufmann im E-Commerce braucht man ein gutes Zahlen- und Mathematikverständnis.


Analytiker: Welche Art von Produkt auch verkauft wird, man muss immer auf dem Laufenden bleiben, was gerade angesagt ist und was die Kunden sich wünschen. Dafür sind Analysen nötig. Das gilt sowohl für die technische Ausrichtung des Online-Shops, die Online-Performance, als auch für die Auswahl der Produkte.

Organisationstalent: Bei der Organisation eines Online-Shops kann es schon einmal stressig werden. Neue Produkte müssen rechtzeitig auf der entsprechenden Plattform eingepflegt, Liefertermine eingehalten und Kundenanfragen bearbeitet werden – da ist es wichtig, die Übersicht zu behalten, damit keine Aufgabe in Vergessenheit gerät.

Wie läuft die Ausbildung als Kaufmann im E-Commerce ab?

Der Ausbildungsplan für die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce orientiert sich, besonders im kaufmännischen Bereich, an anderen kaufmännischen Berufen. Vor allem die Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel ist ähnlich aufgebaut. Man lernt beispielsweise, wie man Liefertermine festlegt, das richtige Logistikunternehmen auswählt oder den Lagerbestand effektiv überwacht. Natürlich liegt der Schwerpunkt aber auf den digitalen Handelslösungen, wobei zum Beispiel die Wahl des richtigen Online-Vertriebskanals oder die Entwicklung von Online-Marketing- und E-Commerce-Strategien im Mittelpunkt stehen.

Was lernt ein Kaufmann im E-Commerce in der Berufsschule?

Die Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce zählt zu einem recht neuen Berufsbild. Ihr Aufbau ähnelt dem anderer kaufmännischer Berufe. Allerdings ist der Job stark analytisch geprägt und setzt außerdem auf Vermarktung und Vertrieb auf der Basis der rechtlichen Bestimmungen zum Onlinehandel. Die folgenden Punkte sind Beispiele für die theoretischen Inhalte in der Berufsschule.

1. Ausbildungsjahr

Sortimente im Onlinevertrieb gestalten und die Beschaffung unterstützen

Ohne Sortiment kein Handel – daher ist es zunächst wichtig zu lernen, wie man den Waren- oder Datenfluss als Händler oder Vermittler sicherstellt, die Bestandsführung unterstützt, Schwachstellen analysiert und Prozesse optimiert, so dass Angebot und Nachfrage optimal miteinander harmonieren. Auch das kategorisieren, einstellen und verkaufsfördernde präsentieren der Waren ist ein zentrales Thema. Logistik, digitaler Vertrieb und Umgang mit den unterschiedlichen Shop-Systemen stehen dabei im Mittelpunkt.

 

2. Ausbildungsjahr

Online-Marketingmaßnahmen umsetzen und bewerten

Das Hinzugewinnen und Binden von Neu- und Bestandskunden ist besonders wichtig. Deshalb müssen ziel- und produktgruppengerechte Online-Marketingmaßnahmen entwickelt werden, zum Beispiel eine zielgruppengerechte Werbeanzeige auf einer Social-Media-Plattform. Zudem wählt man Inhalte für verschiedene Online-Werbekanäle und -formate aus und stellt diese bereit. Ob die Umsetzung funktioniert, wird getestet und ausgewertet.

3. Ausbildungsjahr

Die Online-Vertriebskanäle auswählen

Damit der Vertrieb der Produkte gewinnbringend funktioniert, müssen die entsprechenden Online-Vertriebskanäle nach Leistungsumfang, Leistungsfähigkeit, Einsatzbereichen und Wirtschaftlichkeit unterschieden und ausgewählt werden, wobei kaufmännische Steuerung und Kontrolle im Vordergrund stehen. Ebenso lernt man, wie man das Nutzerverhalten auswertet und daraus Verbesserungsvorschläge für den Online-Vertrieb ableitet – ist die Nachfrage nach weißen Sneakern in einem Online-Modeshop besonders hoch, könnte zum Beispiel das Sortiment aufgestockt werden.

Was lernt ein Kaufmann im E-Commerce in der Praxis?

1. Ausbildungsjahr

Waren- und Dienstleistungssortiment mitgestalten und online bewirtschaften

Waren oder Dienstleistungen werden natürlich nicht beliebig angeboten. Man lernt daher zunächst die Produktdaten zu Waren oder Dienstleistungen zu beschaffen, zu ergänzen und aufzubereiten. Im nächsten Schritt kategorisierst man die Produkte, stellt sie ein und präsentiert sie verkaufsfördernd. Dabei setzt man sich auch mit rechtlichen Regelungen – insbesondere zu Informationspflichten, Wettbewerbsrecht, Markenschutz, Urheberrecht und Datenschutz – bei der Gestaltung des Sortiments auseinander. Die Auswahl und den Einsatz der richtigen Bezahlsysteme lernt man ebenfalls.

2. Ausbildungsjahr

Online-Marketing entwickeln und umsetzen

Werbung für sich und seine Produkte zu machen, ist für jede Art von Geschäft extrem wichtig. Online-Marketing spielt daher eine wichtige Rolle: Anzeigen auf Webseiten und in sozialen Netzwerken oder das Versenden von Newslettern – man organisiert die Erstellung und Ausspielung der Werbung und prüft ihre Platzierung. Zudem beobachtet man die Marketing-Maßnahmen von Wettbewerbern und wertest diese aus, um daraus Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen für den Betrieb abzuleiten.

3. Ausbildungsjahr

Online-Vertriebskanal auswählen und einsetzen

Wie hoch ist die Zahl der Nutzer des Online-Shops? Wie gut kann sich der Nutzer auf der Seite orientieren? Wird der Datenschutz eingehalten? Das sind wichtige Fragen, die es beim Betreiben einer E-Commerce-Plattform zu berücksichtigen gilt. Man lernt daher, wie man das Nutzerverhalten auswertet und daraus Verbesserungsvorschläge für den Online-Vertrieb ableitet und welche rechtlichen Regelungen und betrieblichen Vorgaben im E-Commerce-Bereich zu berücksichtigen sind.



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